Unser neuestes Faltblatt ist da! Es enthält sehr kompakte Informationen und viele schöne Abbildungen zum Staudenknöterich, der aus unserer Sicht der gesamtgesellschaftlich problematischste Neophyt ist.

Faltblatt “Staudenknöterich: Erkennen, melden und kontrollieren” pdf

Ende September waren wir mit einem Infostand und einem Vortrag beim 34. Deutschen Naturschutztag dabei. Wir haben zahlreiche sehr interessante Gespräche geführt. In unserem Vortrag konnten wir unsere langjährigen Erfahrungen beim Neophytenmanagement in Schutzgebieten vorstellen.

SCHNEIDER, K. (2018): Management invasiver Neophyten in Schutzgebieten. Powerpoint-Präsentation 34. Deutscher Naturschutztag 2018, Kiel, 28. September 2018. 54 S. pdf  7 MB

Invasive Neophyten sind nicht nur für den Naturschutz ein Problem. Einige Arten können auch im Straßenbau Schäden an Bauwerken und Böschungen verursachen oder gesundheitliche Auswirkungen haben. Außerdem können Baumaßnahmen an Straßen zur Verschleppung von Neophyten über kontaminierte Erde führen. Daher haben wir uns über die Einladung zu einem Vortrag in die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt gefreut.

SCHNEIDER, K. (2018): Invasive Neophyten an Straßen. Präsentation. Landesstraßenbaubehörde, Regionalbereich Ost, 4.9.2018. 124 S. pdf 15 MB

Das Landesamt für Umweltschutz hat gestern auf seiner Internetseite die Maßnahmenblätter für die 2016 in die Unionsliste aufgenommenen Arten veröffentlicht. Sie finden sie auch in unseren Artenporträts bei den folgenden Arten:

Brasilianisches Tausendblatt, Gelbe ScheinkallaGroßblütiges Heusenkraut, Großer WassernabelWechselblatt-Wasserpest.

Endlich ist unser Internetseitenumzug vollendet! Seit mehr als einem Jahr haben wir Schritt für Schritt die Inhalte der bisherigen Internetseite in ein neues Content-Management-System überführt, neu gestaltet und ergänzt. Die neue Internetseite kann jetzt auch mit Smartphones genutzt werden.

Unter www.korina.info finden Sie jetzt fast 200 Unterseiten, davon 120 Porträts invasiver Neophyten mit zahlreichen Bildern und vielen weiterführenden Links..

Auf unserer Seite Atlas/Fundmeldung ist ab heute eine neue Unterseite verfügbar: Wenn Sie im orangen Untermenü auf “Korina-Funddatenbank” klicken öffnet sich die Unterseite. Dort können Sie die von KORINA erfassten Funddaten (Korina-View) herunterladen oder einen Link nutzen, um einen Web Map Service oder Web Feature Service einzurichten. Die von KORINA aus anderen Datenquellen übernommenen Daten, z. B. die Daten des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, sind hier nicht verfügbar.

Schwerpunkte des Seminars sind die Umsetzung der EU-Verordnung und der Erfahrungsaustausch über professionelle Maßnahmen zur Kontrolle von Staudenknöterichen, Zackenschötchen und Riesen-Bärenklau. Nähere Informationen gibt es hier.

Wir freuen uns, dass wir in nur wenigen Tagen und relativ kurzfristig das Programm für das 5. Seminar zu Neophytenmanagement in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts mit hochkarätigen Referenten auf die Beine stellen konnten.  Weitere Informationen folgen in Kürze!

unter diesem Link sind die Präsentationen der 1. Fachtagung zur Umsetzung der EU-VO Nr. 1143/2014 vom 21.11.2017 in Bonn als pdf-Dateien verfügbar. Die meisten Vorträge werden 2018 auch in gedruckter Form vorliegen.  Die entsprechenden Beiträge werden in der Schriftenreihe “Natur und Landschaft” im Doppelheft 9/10 2018 erscheinen, das als Schwerpunktheft “Invasive Arten im Fokus des Naturschutzes” Anfang September 2018 herausgegeben werden wird.

Nach langer Wartezeit wurde nun endlich wieder ein Projekt in Sachsen-Anhalt bewilligt. Sein Titel ist “Umsetzung des Aktionsprogrammes Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts” und es wird im Zeitraum 1.3.2017-31.12.2018 durchgeführt werden. Dazu wird das KORINA-Team auf zwei wissenschaftliche und eine/n pädagischen MitarbeiterInnen aufgestockt. 

Für die Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt am 23./24.11.2017 hat die AfD-Fraktion einen Antrag eingereicht, in dem es um die Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus, einer invasiven Art, geht. In der Beschlussvorlage der AfD wird eine Würdigung der Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts (KORINA) beim Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU e.V.) durch den Landtag gefordert. Außerdem soll die Landesregierung prüfen, ob sie das Personal von KORINA in eine Landeseinrichtung eingliedern kann.

Das UfU teilt hierzu mit:

Es ist Sache der Landesregierung, die jahrelang wertgeschätzte Tätigkeit der Koordinationsstelle (KORINA) des UfU e.V. weiter zu gewährleisten und zu fördern und somit dem Problem des Ausbreitens invasiver Arten in Sachsen-Anhalt wirksam entgegenzuwirken. Das 1990 in der Tradition der Bürgerbewegung gegründete wissenschaftliche Institut UfU e.V. distanziert sich von der politischen Agenda der AfD. Wir lehnen eine Unterstützung durch die AfD – ausgedrückt durch den o.g. Antrag – entschieden ab, weil UfU diametral andere gesellschaftliche Wertvorstellungen und Grundsätze verfolgt. Wir verwahren uns daher gegen eine versuchte oder beabsichtigte Vereinnahmung und Instrumentalisierung seitens der AfD.

Berlin/Halle, den 22.11.2017
der Vorstand des UfU
gez. Dr. Michael Zschiesche
Vorstandssprecher

Frau Monika Deventer, Teilnehmerin des Deutschen Naturschutztages, hat bei einem Spaziergang an der Ehle einen neuen Bestand der Wasserhyazinthe entdeckt. Wir haben die zuständigen Behörden informiert und hoffen, dass noch in diesem Jahr die Pflanzen entfernt werden. >>

Damit ist die EU-Verordnung vollständig. Auf der Liste steht allerdings nur eine einzige Pflanzenart, die in Sachsen-Anhalt vorkommt, der Amerikanische Riesen-Aronstab. Mehr dazu >>

Im letzten Jahr haben wir eine kleine Ausstellung für den Tierpark Petersberg entwickelt. Jetzt wird ein Teil dieser Ausstellung im Technischen Rathaus Halle gezeigt. Dazu haben wir in Zusammenarbeit mit MitarbeiterInnen des Fachbereiches Umwelt umfangreiche Informationen zu Maßnahmen gegen invasive Neophyten in Halle zusammengestellt. Eine gute Möglichkeit, die bereits langjährige Arbeit des Fachbereiches Umwelt darzustellen und zu würdigen. Weitere Informationen gibt es hier.

In Halle werden entlang der Saale seit Oktober 2014 Eschen-Ahorne geringelt. Ziel ist die Förderung heimischer Baumarten , wie z. B. Silberweide und Flatterulme. Die Mitteldeutsche Zeitung berichtetet zum Tag des Baumes darüber und Radio Corax sendete am 10.5. ein Interview mit Katrin Schneider, das hier zum Nachhören zur Verfügung steht. Weitere Informationen zur Ringelung des Eschen-Ahorns in Halle gibt es hier.

Seit 1.1.2015 gilt die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten. Im Mittelpunkt der Verordnung steht eine Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung, für die Maßnahmen zum zukünftigen Umgang (Prävention, Früherkennung und rasche Reaktion, Kontrolle) festgelegt werden. Ein erster Entwurf wurde im Herbst 2015 vorgelegt und am 4.12.2015 durch die EU-UmweltministerInnen bestätigt (siehe Tabelle).

Diese Liste enthält fast ausschließlich seltene Arten, bei denen eine frühzeitige Kontrolle und ggf. Zurückdrängung noch möglich erscheint. Von zahlreichen Umweltverbänden wurde gefordert, auch weiter verbreitete Arten, z. B. Ambrosie, Riesen-Bärenklau und Japan-Staudenknöterich, in die Liste aufzunehmen. Da die Liste bereits 2016 erweitert werden soll, besteht noch Hoffnung.

So wie die Liste im Moment aussieht, muss Sachsen-Anhalt bezüglich der invasiven Planzenarten von unionsweiter Bedeutung nicht viel machen. KORINA hat da bereits ausreichend vorgearbeitet. Wie stark man sich hierzulande gegen die bereits weit verbreiteten invasiven Neophyten engagiert bleibt weiterhin dem Ermessen der einzelnen Behörden und Landnutzer überlassen.

Am 30.9.2015 hat das dritte Teilprojekt unseres großen Projektes geendet. Annabell Hormann, Katrin Giese und Karin Hix arbeiten nicht mehr für KORINA. Wir hoffen, dass es demnächst möglich sein wird, Anträge für die nächste ELER-Förderperiode zu stellen und dass das nächste große KORINA-Projekt Anfang 2016 startet. Wir danken Annabell Hormann, Katrin Giese und Karin Hix, die KORINA seit 2010 aufgebaut und wesentlich mitgestaltet haben, für die gute Zusammenarbeit und wünschen viel Glück auf den Weg!

KORINA arbeitet derzeit (mit vorläufigem Maßnahmebeginn) in einem durch das Land Sachsen-Anhalt geförderten Projekt. Inhalt des Projektes sind unter anderem die landesweite Koordinierung von Maßnahmen gegen Neophyten und die Aufarbeitung und Weiterleitung von Funddaten invasiver Neophyten.

Am 1. Juni wurde KORINA fünf Jahre alt. Wir haben dies zum Anlass genommen, mit Freunden des Projekts einen kleinen Arbeitseinsatz zu machen und gemütlich Kaffee zu trinken. Am ehemaligen Planetarium in Halle haben wir einen kleinen Bestand des Orientalischen Zackenschötchens mit Unkrautstechern, Ampferstechern und Spaten sorgfältig ausgegraben. Danach gab es in den Kolonnaden des Peißnitzhauses selbstgebackenen Kuchen.

Ab sofort kartieren SchülerInnen und Lehrerinnen mit unserer App. Im Bio-Unterricht und in Lehrerfortbildungen bestimmen wir invasive Arten und kartieren diese mit Smartphones. Hier gibt es weitere Informationen.

Damit hat das langjährige Bemühen um ein europaweites Vorgehen gegen invasive Arten eine ganz neue Qualität erhalten. Welche Auswirkungen die Verordnung in Sachsen-Anhalt haben wird, hängt allerdings stark davon ab, welche Arten auf die “Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung”  gelangen. Diese muss bis zum 2.1.2016 beschlossen werden. Für die Arten auf dieser Liste müssen Überwachungssysteme, Aktionspläne und Managementmaßnahmen umgesetzt werden. Weitere Informationen zur EU-Verordnung finden Sie hier.