Allgemeine Informationen

Graue Liste Sachsen-Anhalt (Handlungsliste) Steckbrief

Verbreitungskarte Atlas

Lebensräume: Ruderalflächen, Brachen, Straßenränder, Frischwiesen, Auen, Halbtrockenrasen, Steilhänge, Weinberge

Problematische Vorkommen: Frischwiesen, Halbtrockenrasen

Bestimmungshilfe pdf 0,4MB

Steckbriefe /Factsheets: neobiota.deInfoflora.ch, Wikipedia, CABI Invasive Species Compendium (engl.), Q-Bank (engl.)

Merkmale

Ganze Pflanze
Planteforsk_ugress_65 001
Früchte bis 1cm lang, warzig
Stengel kahl oder behaart, mit drüsigen Höckern
Pflanze mit Rosette und Stengelblättern
Rosettenblätter länglich, buchtig fiederteilig
Blätter meist behaart
Wurzel bis 1m lange Rübe

Lebenszyklus

Keimlinge
Die Keimung erfolgt meist im Herbst oder Frühjahr.
Jungpflanzen wenige Wochen nach der Keimung
Im ersten Jahr bilden die Zackenschötchen eine Rosette.
Im Spätherbst sterben die Blätter ab. (Hier wurde die Rosette mit Sprühfarbe markiert.)
Austrieb im Frühjahr
Austrieb im Frühjahr
Im zweiten Jahr kommt das Zackenschötchen zum ersten Mal zum Blühen.
Die Knospen erscheinen im April.
Das Zackenschötchen blüht im Mai.
Im Juni bilden sich die ersten Früchte, die bis August ausreifen.
Früchte im Juli.
Früchte im August
Im Spätsommer treibt die Rosette des Zackenschötchens nochmals neue Blätter.
Zackenschötchen können bis 15 Jahre alt werden. Wenn sie nicht gemäht werden, bilden sie mächtige Rosetten von bis zu 1m Durchmesser aus.
Wurzeln von einjährigen Pflanzen
Die Wurzeln nehmen im Alter an Länge und Dicke zu.

Literatur

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Maßnahmen gegen das Orientalische Zackenschötchen

Hier finden Sie Hinweise und Beispiele für effektive Maßnahmen gegen das Orientalische Zackenschötchen! Mehr