Allgemeine Informationen

Schwarze Liste Sachsen-Anhalt Steckbrief

Verbreitungskarte Atlas

Lebensräume: Kiefernwälder, Waldränder, Gehölze, Magerrasen, Heiden

Problematische Vorkommen: Kiefernwälder, Heiden, Magerrasen

Bestimmungshilfe pdf 0,4 MB

Steckbriefe/Factsheets: neobiota.deinfoflora.ch, Wikipedia, CABI Invasive Species Compendium (engl.),

Merkmale

Blätter fast ledrig, glänzend, hellgrün bis grün
Blüten in Trauben
unreife Früchte
unreife Früchte
reife und unreife Früchte
Rinde der jungen Stämme
Rinde älterer Bäume, Foto: Bill Cook Michigan State University Bugwood.org

Ausbreitung und Auswirkungen

Die Spätblühende Traubenlirsche wurde als Forstbaum und als Zierbaum angepflanzt. Foto: Barbara Tokarska-Guzik University of Silesia, Bugwood.org
Die Früchte der Spätbl. Traubenkirsche werden von Vögeln ausgebreitet. Foto: Barbara Tokarska-Guzik University of Silesia, Bugwood.org
Sie besiedelt besonders saure, nährstoffarme Böden und kann sich daher in bodensauren Magerrasen ansiedeln und dort sehr schnell zur Verbuschung der Magerrasen führen.
Sandmagerrasen in der Dünenheide in Hiddensee
Bodensaure Magerrasen mit starker Verbuschung bei Wettin.
Heidekrautbestand mit Spätblühenden Traubenkirschen am Kleinen Kamel bei Quedlinburg.
In der Oranienbaumer Heide wird die Ausbreitung der Spätbl. Traubenkirsche auf die Sandmagerrasen durch Heckrinder gebremst, die die Stockausschläge verbeißen.
Ausbreitung der Spätbl. Traubenkirsche in einen Pionierwald in der Oranienbaumer Heide.
Ausbreitung der Spätbl. Traubenkirsche in einen Pionierwald in der Oranienbaumer Heide.
In Kiefernmonokulturen ist die Spätblühende Traubenkirsche oft die einzige Art, die den starken Verbiß durch Rehwild verträgt.
Sie bildet in den Kiefermonokulturen eine dichte zweite Baumschicht und verhindert die Verjüngung heimischer Baumarten. Foto: Barbara Tokarska-Guzik University of Silesia, Bugwood.org
Foto: Barbara Tokarska-Guzik University of Silesia, Bugwood.org

Literatur

BREHM, K. (2004): Erfahrungen mit der Bekämpfung der Spätblühenden Traubenkirsche (Prunus serotina) in Schleswig-Holstein in den Jahren 1977 bis 2004. S. 66-78 in: LANDESAMT FÜR NATUR UND UMWELT DES LANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN (ed.): Neophyten in Schleswig-Holstein: Problem oder Bereicherung? Dokumentation der Tagung im LANU am 31.03.2004. M pdf 0,6 MB

CABI: Prunus serotina (black cherry). Datasheet Invasive Species Compendium. Stand: 14.10.2015 A M W >>

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INFOFLORA (2009): Herbst-Kirsche. Infoblätter zu invasiven gebietsfremden Arten. 2 S. A B M Ö V W  >>

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MÜNTE, M. & M. CHRISTOPH: Die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) in Berlin. Internetseite . Stand: 23.11.2010  A M V  >>

NEHRING, S., I. KOWARIK, W. RABITSCH & F. ESSL (2013): Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde Gefäßpflanzen. BfN Skripten 352. Bundesamt für Naturschutz. 204 S.  W >>

SCHILTHUIZEN, M., PIMENTA, L.P.S., LAMMERS, Y. et al. (2016): Incorporation of an invasive plant into a native insect herbivore food web. PeerJ W >>

SCHRÖCKER, S. (2011): Die Ausbreitungsentwicklung der gebietsfremden Spätblühenden Traubenkirsche (Prunus serotina Ehrh.) im Müritz-Nationalpark. Diplomarbeit TU Dresden, Fak. Forst-,Geo – und Hydrowissenschaften. 64 S.  M W >> 4MB

VOR, T., H. SPELLMANN, A. BOLTE & C. AMMER (2015): Potenziale und Risiken eingeführter Baumarten: Baumartenportraits mit naturschutzfachlicher Bewertung. 233 S. W >>