
Im Unabhängigen Institut für Umweltfragen UfU e.V. läuft seit Juni 2010 das Projekt „Frühwarnsystem und Konzeption von Maßnahmen gegen invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts“. Träger des Projekts ist das Unabhängige Institut für Umweltfragen e.V., gefördert mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) >>

Im Rahmen dieses Projektes wurde die Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts gegründet.
Die Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Sachsen-Anhalt (KORINA) dient als Ansprechpartner für alle, die sich im Land Sachsen-Anhalt mit dem Thema invasiver Neophyten beschäftigen. Das Angebot richtet sich sowohl an Botaniker und Naturinteressierte, die Funde invasiver Arten melden möchten, als auch an Institutionen, die Maßnahmen zur Eindämmung von Neophyten planen oder durchführen und hierfür Informationen benötigen.
Wir möchten auf diese Weise ein Netzwerk bilden, das Verbindungen zwischen den verschiedenen mit der Thematik befassten Gruppen in Wissenschaft, Naturschutz, Planung, Landnutzung u. ä. herstellt, um damit einen effektiveren Umgang mit invasiven Neophyten zu ermöglichen.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Umsetzung eines Frühwarnsystems und die Konzeption von Maßnahmen gegen invasive Neophyten in Schutzgebieten in Sachsen-Anhalt. Dieses beinhaltet die folgenden Aspekte:
Das Teilprojekt „Frühwarnsystem und Konzeption von Maßnahmen gegen invasive Neophyten in ausgewählten Schutzgebieten Sachsen-Anhalts“ lief vom 1.6.2010 bis 30.9.2011. Das zweite Teilprojekt „Vorbeugung, Weiterentwicklung des Frühwarnsystems und Konzeption und Durchführung von Maßnahmen gegen invasive Neophyten in ausgewählten Schutzgebieten Sachsen-Anhalts“ begann am 1.10.2011 und endet am 30.09.2013.
Zur Umsetzung unserer Ziele ist als erster Schritt zunächst die Erfassung von Vorkommen invasiver Neophyten nötig. Hierzu führen wir eigene Kartierungen in FFH-Gebieten durch, sind aber auch auf Informationen von anderen Stellen angewiesen. Dazu arbeiten wir eng mit dem Botanischen Verein Sachsen-Anhalt zusammen. Zur Zusammenführung der Erfassungen haben wir ein Internet-Fundmeldesystem (Atlas) eingerichtet, über welches Funde direkt eingegeben und abgerufen werden können.
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Bastard-Staudenknöterich, |
Auf unserer Internetseite bieten wir auch weitere Informationen zu den invasiven Arten, Schutzgebieten, Maßnahmen und Akteuren und der Verbreitung von invasiven Neophyten in Sachsen-Anhalt an. Grundlage dieser Informationen ist die von uns geführte Literaturdatenbank, die derzeit ca 1500 Datensätze umfasst.
Für die Bewertung der Vorkommen der invasiven Arten arbeiten wir mit verschiedenen Experten und Behörden zusammen. Angesichts der sich durch Globalisierung, Nutzungs- und Klimawandel rasch verändernden Umweltbedingungen muss geprüft werden, bei welchen Arten Maßnahmen sinnvoll sind und bei welchen deren Ausbreitung akzeptiert werden sollte. Dazu ist die Erstellung einer „Schwarzen Liste Sachsen-Anhalts“ geplant.
In Zusammenarbeit mit Behörden bzw. Landschaftspflegevereinen initiieren wir Maßnahmen in ausgewählten Schutzgebieten und begleiten diese fachlich. Im Rahmen des laufenden Projektes sollen weitere betroffene Schutzgebiete ausgewählt werden, um dort mittelfristig einen effektiven Umgang mit den invasiven Neophyten zu entwickeln.